Feminismus heute
Taha Hashemi lehrt an der Teheraner Azadan-Universität Islamische Theologie und ist als Arzt zugelassen. Der Mullah, einst Abgeordneter, gilt als gemäßigt konservativ.
SZ: Präsident Ahmadinedschad wollte Frauen den Besuch von Fußballspielen erlauben, der oberste Führer lehnt dies jedoch ab. Wer hat Recht?
Hashemi: Im Prinzip war es richtig, dass der Staatspräsident dieses Thema aufgegriffen hat, denn wir sollten den Frauen ihre Rechte nicht vorenthalten. Leider bedienen sich die männlichen Zuschauer nach wie vor eines sehr vulgären Vokabulars. Bevor wir Frauen Einlass in die Stadien gewähren, müssen wir darauf hinarbeiten, dass dies sich ändert.
SZ: Ist es für sie wenigstens statthaft, die WM am Fernsehen zu sehen?
Hashemi: Wieso nicht?
SZ: Weil kurze Hosen gegen die islamische Kleiderordnung verstoßen.
Hashemi: Ich denke nicht, dass der Anblick eines Fußballers in kurzen Hosen genügt, um eine Frau in Wallung zu versetzen. Anders verhält es sich im umgekehrten Fall.
SZ: Warum?
Hashemi: Die unterschiedlichen Kleidervorschriften beruhen nicht auf einer Diskriminierung der Frau, sondern auf biologischen Fakten. Die Begierde des Mannes lässt sich nun einmal viel einfacher entfachen als jene der Frau. Das ist eine wissenschaftlich erwiesene Tatsache, die sich nicht leugnen lässt. Als promovierter Mediziner darf ich mir dieses Urteil erlauben.
(Süddeutsche Zeitung, 17.06.2006, S. 45)
SZ: Präsident Ahmadinedschad wollte Frauen den Besuch von Fußballspielen erlauben, der oberste Führer lehnt dies jedoch ab. Wer hat Recht?
Hashemi: Im Prinzip war es richtig, dass der Staatspräsident dieses Thema aufgegriffen hat, denn wir sollten den Frauen ihre Rechte nicht vorenthalten. Leider bedienen sich die männlichen Zuschauer nach wie vor eines sehr vulgären Vokabulars. Bevor wir Frauen Einlass in die Stadien gewähren, müssen wir darauf hinarbeiten, dass dies sich ändert.
SZ: Ist es für sie wenigstens statthaft, die WM am Fernsehen zu sehen?
Hashemi: Wieso nicht?
SZ: Weil kurze Hosen gegen die islamische Kleiderordnung verstoßen.
Hashemi: Ich denke nicht, dass der Anblick eines Fußballers in kurzen Hosen genügt, um eine Frau in Wallung zu versetzen. Anders verhält es sich im umgekehrten Fall.
SZ: Warum?
Hashemi: Die unterschiedlichen Kleidervorschriften beruhen nicht auf einer Diskriminierung der Frau, sondern auf biologischen Fakten. Die Begierde des Mannes lässt sich nun einmal viel einfacher entfachen als jene der Frau. Das ist eine wissenschaftlich erwiesene Tatsache, die sich nicht leugnen lässt. Als promovierter Mediziner darf ich mir dieses Urteil erlauben.
(Süddeutsche Zeitung, 17.06.2006, S. 45)

0 Comments:
Post a Comment
<< Home