Sofa-Killer ...
Was unterscheidet George W. Bush von Abu Mussab al-Sarkawi? Ben-99 weiß Rat. Beide seien zwar "Massenmörder", meint er, doch ersterer muß sich "nicht persönlich dabei die Hände schmutzig machen, da man als amerikanischer Präsident bequem vom Sofa im Weißen Haus aus einen Massenmord befehlen kann." Abu Mussab al-Sarkawi, müssen wir nun wohl annehmen, da Experte Ben-99 es annimmt, suchte dagegen die offene Auseinandersetzung und focht dabei stets tapfer an der Spitze seiner Heiligen Krieger.
Freilich, die etwas Informierteren werden sich fragen, wie das wohl ausgesehen haben mag, berichtet doch selbst Wikipedia, es sei "verwirrend", daß "Zarqawi offensichtlich Schwierigkeiten beim Umgang mit einem Maschinengewehr zeigte, mit dem er doch wiederholt hantiert". Aber vielleicht kämpfte der Jordanier ja auch mit dem Schwert mutig gegen die amerikanischen "Besatzer" seiner geliebten irakischen Heimatscholle. Immerhin einigermaßen sicher ist: Abu Mussab al-Sarkawi war noch nie im Weißen Haus.
Unterdessen muß unseren Experten Ben-99 schwer getroffen haben, daß selbst beim SPIEGEL aus dem "Widerständler", dem "Rebellen" oder eben "Aufständischen" Abu Mussab al-Sarkawi ein "blutrünstiger Terror-Chef" wurde, ein "Schlächter von Bagdad". Soviel Einsicht beim deutschen Nachrichtenmagazin verwundert nach der Pleite des Ahmadinedschad-Interviews, das den wohl durchschnittlichen SPIEGEL-Leser wunderbar deutsche Sätze briefschreiben und die Redaktion sie offenbar deshalb zum Abdruck auswählen ließ:
"Die historische Tatsache des Holocaust kann nicht per Gesetz zementiert werden. Die Konsequenz kann doch nur sein, dass die Bundesregierung iranische Historiker einlädt, damit diese sich ein Bild über die Quellenlage und Faktizität des Holocaust machen können. [..] Vielen Dank für dieses Gespräch, das das vorherrschende Bild eines zornigen, unberechenbaren Bombenbastlers deutlich revidiert."
Aber jetzt, wenn auch nicht über Mahmoud Ahmadinedschad, so doch über einen, der seinen Iran wohl als Transitland benutzen durfte, dies: "Abu Mussab al-Sarkawi, einer der meistgesuchten Terroristen der Welt", "Schlächter von Bagdad", "Terror-Führer" - das linksreaktionäre Wochenblatt wird doch nicht etwa zur Besinnung kommen? Ben-99 jedenfalls sucht schon nach neuen Quellen. Über das Hamburger Abendblatt gelangt er zum "bekannten Magazin" Rolling Stone, einem Musikblättchen.
Freilich, die etwas Informierteren werden sich fragen, wie das wohl ausgesehen haben mag, berichtet doch selbst Wikipedia, es sei "verwirrend", daß "Zarqawi offensichtlich Schwierigkeiten beim Umgang mit einem Maschinengewehr zeigte, mit dem er doch wiederholt hantiert". Aber vielleicht kämpfte der Jordanier ja auch mit dem Schwert mutig gegen die amerikanischen "Besatzer" seiner geliebten irakischen Heimatscholle. Immerhin einigermaßen sicher ist: Abu Mussab al-Sarkawi war noch nie im Weißen Haus.
Unterdessen muß unseren Experten Ben-99 schwer getroffen haben, daß selbst beim SPIEGEL aus dem "Widerständler", dem "Rebellen" oder eben "Aufständischen" Abu Mussab al-Sarkawi ein "blutrünstiger Terror-Chef" wurde, ein "Schlächter von Bagdad". Soviel Einsicht beim deutschen Nachrichtenmagazin verwundert nach der Pleite des Ahmadinedschad-Interviews, das den wohl durchschnittlichen SPIEGEL-Leser wunderbar deutsche Sätze briefschreiben und die Redaktion sie offenbar deshalb zum Abdruck auswählen ließ:
"Die historische Tatsache des Holocaust kann nicht per Gesetz zementiert werden. Die Konsequenz kann doch nur sein, dass die Bundesregierung iranische Historiker einlädt, damit diese sich ein Bild über die Quellenlage und Faktizität des Holocaust machen können. [..] Vielen Dank für dieses Gespräch, das das vorherrschende Bild eines zornigen, unberechenbaren Bombenbastlers deutlich revidiert."
Aber jetzt, wenn auch nicht über Mahmoud Ahmadinedschad, so doch über einen, der seinen Iran wohl als Transitland benutzen durfte, dies: "Abu Mussab al-Sarkawi, einer der meistgesuchten Terroristen der Welt", "Schlächter von Bagdad", "Terror-Führer" - das linksreaktionäre Wochenblatt wird doch nicht etwa zur Besinnung kommen? Ben-99 jedenfalls sucht schon nach neuen Quellen. Über das Hamburger Abendblatt gelangt er zum "bekannten Magazin" Rolling Stone, einem Musikblättchen.

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