Wednesday, July 12, 2006

Pallywood

Daß er es in die Nachrichten schafft, zeigt wie erfolgreich Pallywood arbeitet. "Der palästinensische Ministerpräsident Hanija warnte angesichts der Blockade und der schlechten Versorgungslage vor einer humanitären Tragödie." barmt der Deutschlandfunk, während die Deutsche Welle noch immer das Märchen vom "einzigen" Elektrizitätswerk spinnt, das die IAF zerstört habe, und ebenfalls eine "Blockade" herbeilügt, die es nicht gibt:
"In Israel stößt das Vorgehen des Militärs in Gaza ebenfalls auf heftige Kritik. Die israelische Regierung erhöhe bewusst den wirtschaftlichen und politischen Druck auf die gesamte palästinensische Bevölkerung, sagt Yehezkel Lein, Forschungsdirektor des israelischen Informationszentrums für Menschenrechte, B'Tselem. [..] Zusammen mit anderen Organisationen habe B'Tselem am Dienstag (11.7.2006) eine Petition beim Obersten Gerichtshof Israels eingereicht, die die Olmert-Regierung dazu zwingen soll, die Grenzübergänge nach Gaza für Treibstoff- und Hilfslieferungen wieder zu öffnen, um die Versorgungslage dort zu verbessern."
Mag es die Petition tatsächlich geben, die von Israel angeblich geschlossenen Grenzübergänge, die sie öffnen soll, gibt es nicht. Es ist vielmehr die Hamas-Regierung, die alles unternimmt, den Anschein einer "humanitären Tragödie" zu erwecken, für die dann Israel verantwortlich gemacht werden soll. So weigert sich etwa die PA eine von Israel bereitgestellte finanzielle Soforthilfe in Höhe von 50 Millionen Shekel anzunehmen.

Darüber hinaus werden von der Hamas-Regierung seit Tagen kranke Palästinenser, die bisher in Israel medizinisch versorgt wurden, daran gehindert, den Gaza-Streifen zu verlassen. Kamen gewöhnlich rund 300 Palästinenser pro Woche aus dem Gaza-Streifen zur Behandlung nach Israel, gestattet die Hamas nun nur noch 70 Kranken je Woche die Ausreise und den Besuch israelischer Krankenhäuser.

Allein in den vergangenen beiden Wochen verweigerte die Hamas nach Angaben von Maariv rund 460 kranken Palästinensern die Ausreise zur Behandlung in Israel, das umgekehrt schon seit dem 2. Juli verstärkt den Gaza-Streifen täglich mit humanitären Gütern versorgt. Der Übergang Karni wurde für LKWs freigegeben, ebenso Erez, der sonst nur für Personen passierbar ist.

Über sie und andere Übergänge wurden allein am Wochenende mehr als 690.000 Liter Diesel geliefert, 200.000 Liter Benzin und 300 Tonen (Propan-)Gas. Über Erez konnten zudem am 10. Juli mehrere LKW mit Fleisch vom Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen und Medikamenten vom Roten Kreuz in den Gaza-Streifen fahren, das israelische Unternehmen Tnuva sponserte einen LKW mit Milchprodukten.

Pallywood hat in Deutschland mehr Freunde als Israel; deshalb können hier tatsächlich Zeitungen erscheinen, die ihre von jeglicher Realität weit entfernten Artikel "Israel lehnt Waffenruheangebot ab" überschreiben. Wie solche "Waffenruheangebote" aussehen, das zeigt der anhaltende Beschuß Israels mit Qassam-Raketen, nicht zuletzt aber auch die Verschleppung Gilad Shalits von immerhin israelischem Territorium.

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