Thursday, August 31, 2006

Al Jazeera wundert sich

"The Israeli government says that 44 Israeli civilians were killed in the bombardments and 1,400 wounded.

AI has not issued a report accusing Hezbollah of war crimes."
(AI: Israel committed war crimes)

Wednesday, August 30, 2006

Kriegstreiber

"Eine umfassende Friedensvereinbarung mit Israel kommt für die libanesische Regierung nicht in Frage, wie Ministerpräsident Fuad Siniora heute erklärte. Libanon werde 'das letzte arabische Land sein', das Israel anerkenne. Jeden direkten Kontakt mit Jerusalem lehnte Siniora ab. [..] Israel und die Uno setzen hingegen auf Entspannung."
(SPIEGEL online)

Ein Mordkomplott?

"Wir werten die Hysterie der SPD-Frontleute als Kompliment für den von unserem Fraktionsvorsitzenden Holger Apfel hervorragend geleiteten Wahlkampf der NPD.

Die gestrige Forderung der SPD-Fraktionschefs ist ein durchsichtiges Ablenkungsmanöver von eigenem Versagen und Ausdruck ihrer politischen Hilflosigkeit. Wenn man den politischen Gegner nicht mit Argumenten bekämpfen kann, muß man ihn verbieten - das ist die Logik der SPD.

Der sächsische SPD-Fraktionsvorsitzende Prof. Dr. Cornelius Weiss, den ich für einen der Drahtzieher für ein neuerliches Verbotsverfahren halte, will offensichtlich durch die Hilfe des Bundesverfassungsgerichtsgerichts die lästigste Oppositionspartei im Sächsischen Landtag loswerden."
(Peter Marx, NPD-Fraktionsgeschäftsführer im Sächsischen Landtag, 30.08.2006)


"Ich bin tief erschüttert über den Tod unseres Kameraden Uwe Leichsenring. [..] Die NPD-Fraktion fordert eine rückhaltlose Aufklärung der genauen Umstände seines Todes, denn Uwe Leichsenring galt als sicherer Fahrer und war Inhaber einer Fahrschule. Wir werden uns mit allen parlamentarischen und rechtlichen Mitteln um eine Klärung der genauen Umstände des Verkehrsunfalls bemühen."
(Holger Apfel, NPD-Fraktionsvorsitzender im Sächsischen Landtag, 30.08.2006)

Was las ich gestern wo?

Warum haben Bücher eigentlich keine History-Funktion?

Tuesday, August 29, 2006

Beschränkte Ressourcen

Einer, der Kinder falsch"unvoreingenommen" informieren will, beschwert sich:

"Auch bei news4kids wird natürlich über aktuelle Ereignisse unvoreingenommen berichtet. Leider können wir aufgrund unserer beschränkten Ressourcen aber nicht über jede Entwicklung im Nahen Osten berichten."

"Wenn wir schreiben 'Israel bombardierte Kinder' so ist dies ein Fakt, selbst wenn sich inzwischen herausgestellt hat, dass es weniger Opfer waren, als zunächst angenommen. Diese Aussage enthält zudem auch keinerlei Wertung, sondern ist ein Fakt, eine einfache Aussage nichts weiter."

"Aber natürlich hätten wir auch darüber berichtet, wenn die Hisbollah mit ihren Raketen jüdische Kinder umgebracht hätte."

"Ihr impliziter Vorwurf des Antisemitismus ist eine Unverschämtheit. In dem Artikel haben wir wie jedes andere Nachrichtenmedium in Deutschland ausschließlich Fakten präsentiert (WIe gesagt solche, die zu dem Zeitpunkt als Fakten galten)."
(http://www.achgut.de/dadgd/view_article.php?aid=3017&ref=0)

Merkenswerte Sätze

"Man merkt, daß Niewandt kein Schriftsteller ist, doch liest sich sein Werk recht flüssig (dank einiger Längen lesen sich manche Kapitel sogar recht überflüssig)."
(Katharina Schulte & Patrick Präg in konkret 9/2006 über: Hans Nieswandt: Disko Ramallah)

Monday, August 28, 2006

Stupid Krauts

"Der Kulturimperialismus der USA ruft bis in die Reihen der Verbündeten der USA Widerstand hervor. Dieser richtet sich nicht gegen Kulturexporte, sondern gegen ihren Mißbrauch, vor allem dagegen, daß die USA gezielter und systematischer denn je anderen Völkern ihre Lebensweise als 'eigentliche Weltkultur des 20. Jahrhunderts' anpreisen. Auf der UNESCO-Weltkonferenz über Kulturpolitik 1982 nannte der damalige französische Kulturminister Lang die kulturelle Expansion der USA 'eine Art der Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Länder, nämlich in ihr Bewußtsein'.

In kapitalistischen Industriestaaten sind Konzepte gegen die US-amerikanische Überfremdung entwickelt worden. Vor allem sollen verstärkt nationale Kulturtraditionen propagiert werden. Der Überflutung mit US-amerikanischer Massenkultur setzen einige dieser Länder, z.B. die BRD, eigene Produktionen ähnlichen Charakters entgegen. Erste Wirkungen dieses Konzepts sind spürbar. Beispielsweise sinken in nahezu allen westeuropäischen Ländern die Einschaltquoten für US-Programme, so für 'Denver-Clan' und 'Dallas'. Nach einer Anfang dieses Jahres in der Hamburger Illustrierten 'Stern' veröffentlichten Umfrage sind 75 Prozent der BRD-Bürger der Meinung, daß beide Serien aus den Programmen herausgenommen werden sollten."
(Was und Wie 10/1988, S. 32)

Naheliegende Antwort ...

"Die Welt: Ist der Krieg gegen den Terror ein Krieg zwischen Vernunft und Glauben?
John Updike: Ja."
(Die Welt, 26. August 2006)

Friedensfreunde

Es hat Jed Babbin mit seinem 2004 erschienenen Büchlein Inside the Asylum eine so hervorragend - er prägt u.a. den schönen Begriff the EUnuchs - wie faktenreich formulierte Abrechnung nicht nur mit den Vereinten Nationen geliefert und ihrer Politik gegenüber ihrem Mitgliedsstaat Israel.

Er zeigt die von Kofi Annan angeführte UNO als eine moralisch aber auch finanziell korrupte Organisation, der es an einer wirksamen Selbstkontrolle fehle, wie der Skandal um das Oil for Food-Programm zeigt, den Kofi Annan unbeschadet überstand, trotzdem er alles unternahm, Ermittlungen zu behindern und auch familiär in ihn verstrickt ist.

Daß die Vereinten Nationen sind, was sie sind, nämlich ein Instrument totalitärer Diktaturen in deren Kampf gegen zivilisatorischen Fortschritt und gegen Menschenrechte, ist freilich auch nicht weiter verwunderlich, handelt es sich bei der Mehrzahl der Mitgliedsstaaten ja eben gerade nicht um Demokratien.

"Das Logo auf der Website der Vereinten Nationen proklamiert: 'Willkommen bei den Vereinten Nationen. Das ist Eure Welt.' Aber es ist nicht unsere Welt, die die Freiheit verteidigt und die Unterdrückung bekämpft. Oftmals sind es gerade die Vereinten Nationen, die Freiheit bekämpfen und Terrorismus und Tyrannei verteidigen." (S. 138) faßt Jed Babbin zusammen.

Konnten seine Sätze vor zwei Jahren vielleicht noch als Thesen gelesen werden, mit denen er im amerikanischen Wahlkampf seinen Beitrag leisten wollte - George Clinton wirft er vor, er habe seine Außenpolitik von der UNO bestimmen und nicht, wie es die Verfassung fordert, von nationalen Interessen leiten lassen -, erleben wir heute, wie sie sich bewahrheiten.

Am 12. Juli 2006 überfiel die Hisbollah, deren Entwaffnung die Vereinten Nationen zwei Jahre zuvor beschlossen, aber nie durchsetzten, Israel mit einem massiven Raketenangriff, der von einer anderen Aktion der islamfaschistischen Bande ablenken sollte: der Entführung zwei IDF-Angehöriger.

Als hätte es nie die UN-Resolution 1559 gegeben, welche der Hisbollah bescheinigte, daß von ihr eine Kriegsgefahr ausgehe, wurde Israel dafür angeklagt, sich die Dreistigkeiten der Nasrallah-Bande nicht länger gefallen zu lassen, sondern verurteilt, weil es erledigen wollte, wozu Kofi Annans UNO nicht gewillt war.

Selbst die Aussage Jan Egelands, immerhin UN-Koordinator für humanitäre Hilfe, daß die Hisbollah "sich feige unter Frauen und Kinder" mische, sie sogar auffordere, das Kampfgebiet nicht zu verlassen, während dagegen im Norden Israels Geisterstädte entstanden, scheint deren Ruf bei den Vereinten Nationen nicht geschadet zu haben.

"Die UN-Friedenstruppe im Libanon hat nach Ansicht der italienischen Regierung nicht die Aufgabe, die radikale Hisbollah zu zerstören. Der italienische Außenminister D'Alema sagte, die Hisbollah sei ein wichtiger Teil der libanesischen Gesellschaft." wird nun gemeldet. Italien soll ab Februar 2007 jene Truppen anführen, die als UNIFIL schon bisher untätig blieben.

Und während der deutsche Bundeswehrminister sich noch schießwütig gibt und ein "robustes Mandat" wünscht, sprachen andere den nötigen Klartext:
"Vor dem Besuch von UN-Generalsekretär Kofi Annan in Beirut hat Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah den Vereinten Nationen zugesichert, keinen Widerstand gegen die Stationierung der erweiterten Friedenstruppe UNIFIL zu leisten. Bedingung sei allerdings, dass die UN-Soldaten auf eine Entwaffnung der Hisbollah-Milizionäre verzichten, sagte Nasrallah am Sonntagabend in einem Interview mit dem libanesischen Fernsehen. 'Wir haben kein Problem mit der UNIFIL, solange ihre Mission nicht die Entwaffnung der Hisbollah ist.'"
Und mit der libanesischen Armee hat er schon gar kein Problem, deren Rolle beschrieb die Süddeutsche Zeitung schon am 18. August: "Die Entwaffnung der Hisbollah ist Aufgabe der libanesischen Armee, doch die wird sich der Miliz nicht entgegenstellen". Das machten unterdessen vor Wochenfrist die IDF. Kofi Annan gab sich erwartungsgemäß "tief betroffen" und verurteilte Israel.

Die Hisbollah verurteilte er nicht, auch Syrien und den Iran, die die Hisbollah mittlerweile offen unterstützen, scheinen in ihm einen guten Freund zu haben, denn von ihnen fordert er keine Reparationen für die Zerstörungen, die die Hisbollah in Israel anrichtete, er weiß wohl auch gar nicht, daß es sie gibt, weil er es nicht wissen will.

Das eint ihn mit einer anderen, die ihren antisemitischen Ausfällen kurz nach dem 12. Juli am Wochenende eine neue Episode hinzufügte: "Entwicklungs-Ministerin Wieczorek-Zeul besucht Beirut". Und dort, aber nur dort, "sucht [sie] den Kontakt mit Kindern und Frauen. Sie will wissen, wie sie zwischen den Ruinen leben", berichtet die Süddeutsche Zeitung. Von sich selbst meint sie, sie sei eine "Freundin Israels". Solche Freunde und Freundinnen hat es viele, gerade im Hauptquartier der Vereinten Nationen.

Wer wissen will, wie Freiheit und (bürgerliche) Demokratie in Zukunft verteidigt werden können - und auch gegen die Vereinten Nationen müssen, findet bei Jed Babbin anregende Vorschläge.

Sunday, August 20, 2006

Heimatkunde II

"In Sachsen leben einem Zeitungsbericht zufolge bundesweit die meisten Neonazis pro Einwohner. Auf 100.000 Menschen im Freistaat kommen rund 75 Rechtsextremisten, der Bundesschnitt liegt bei 47, wie die «Leipziger Volkszeitung» (Montagausgabe) unter Berufung auf eine aktuelle Aufstellung des sächsischen Landesamtes für Verfassungsschutz berichtete. Insgesamt ist demnach das rechtsextreme Potenzial im Osten deutlich größer. Auf den ersten fünf Plätzen liegen ausschließlich neue Länder und Berlin."
(AP)


Es gibt Experten, die sich auf die böse DDR berufen, um zu erklären, was sich ihnen nicht erschließt. Wer indes die Tatsache anerkennt, daß gerade die sächsische Hauptstadt Dresden, dieses Gemeinwesen, dem DDR- wie BRD-Geschichtsfälschung Unschuld bescheinigen, mit reichsweit den meisten PGs "pro Einwohner" den Führer erfreute, kann der DDR getrost guten Willen und ein Scheitern bescheinigen. Und den Alliierten. Ein "Bombenholocaust" zivilisiert die Autochthonen leider noch lange nicht.

Ursachenforschung

"Wer genauer hinschaut, kann wissen, dass unser anscheinend so harmloser Massentourismus, mit dem wir doch nur in der Armutszone Arbeitsplätze schaffen wollen, eine Überwältigung darstellt und voll gesogen ist mit Verachtung. Das verspürt man im gesamten Orient, und das verschafft dem Terrorismus ständigen Nachschub."
(Claus Koch, Experte)

Thursday, August 17, 2006

Blockwart

"Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, daß Günter Grass kein Mitglied der Waffen-SS war, sondern 'Soldat' der Waffen-SS. Der Begriff 'Soldat' galt für die gesamte Deutsche Wehrmacht. Parteien sind es, die Mitglieder haben." schreibt ein Leserbriefschreiber der FAZ. Wir grübeln jetzt, ob die Waffen-SS zur Deutschen Wehrmacht gehörte und, wenn ja, ob all die wackeren Enkel und Politiker, die gegen die Wehrmachtsausstellung demonstriertenaufmarschierten und wetterten, nun ihr Bild von der "sauberen" Deutschen Wehrmacht revidieren müssen, wenn die die Waffen-SS als einen ihrer Verbände duldete ...

Monday, August 14, 2006

Eines Mahdi größte Angst

Von Diplomatie scheint er jedenfalls nicht viel zu halten ...

Friday, August 11, 2006

Ein starkes Team: Hisbollah & UNO

"Green Helmet" bloggt ...

Die Blogger-Verschwörung

Der StürmerStern berichtet in seiner aktuellen Ausgabe darüber, "wie ein Rettungshelfer aus der Stadt Kana als Hisbollah-Agent verleumdet wurde": "Das Massaker von Kana, so munkeln Verschwörungstheoretiker im Internet, habe nur deswegen den Weg in die internationale Öffentlichkeit geschafft, weil die Hisbollah die Tragödie geschickt instrumentalisiert habe."

Das kann nicht sein, das darf doch nicht sein, echauffiert sich auch die andere deutsche Hisbollah-Postilletaz, die am 21. Juli titelte: "Israel bombt 700.000 in die Flucht". Die Süddeutsche Zeitung zitierte am gleichen Tag die Vereinten Nationen: "Etwa eine halbe Million Menschen sind den Vereinten Nationen zufolge [..] auf der Flucht" (SZ 21.07.2006, S. 3).

"Ist der Hisbollah alles zuzutrauen? Im Internet jedenfalls blühen die Verschwörungstheorien zum Libanonkrieg. Bestätigt wurde bislang zwar noch keine - doch das kümmert die Blogger wenig", beschwert sich da der Daniel Bax in der taz. "Makaber und geschmacklos" seien "solche Verschwörungstheorien, die derzeit im Internet blühen."
Eine von ihnen hat es der taz so angetan wie dem Stern, der "Green Helmet" als Blogger-"Propaganda-Opfer" zum Helden aufbaut. "Er ist kein Mitglied der Hisbollah. Normalerweise hilft er bei Waldbränden, Verkehrsunfällen oder Naturkatastrophen", berichtet das Wochenblatt, um Salam Daher zu zitieren:
"Ich habe mehr als zehn Kinder aus den Trümmern gezogen, bin am Ende ja fast selbst zusammengebrochen. Überall waren Fotografen, man konnte kaum richtig arbeiten. Einmal habe ich ein Kind hochgehalten, damit alle ein Bild machen konnten - aber doch nur, damit ich danach Ruhe hatte, um weiter nach Überlebenden zu suchen!"
Am Mittwoch, einen Tag vor dem Erscheinen des Stern, zeigte der NDR "Green Helmet" bei seiner Arbeit. Zweifellos "fast zusammengebrochen" gibt der "Rettungshelfer" den Regisseur und Hauptdarsteller in Personalunion. Makaber? Geschmacklos? "Keiner der anwesenden Journalisten oder Fotografen hatte den Eindruck, Teil eines Hisbollah-Schauspiels zu sein", behauptet der Stern. Aber für den waren ja auch des Führers Tagebücher echt.

Thursday, August 10, 2006

Moral Support

Reuters meldet: "Members of Iran's Revolutionary Guard have been found among Hizbollah guerrillas slain by Israeli forces in southern Lebanon, Israel's Channel 10 television reported on Wednesday citing diplomatic sources. [..] Iran, like fellow Hizbollah patron Syria, insists its support for the Shi'ite guerrilla group is purely moral."

Noch immer in meinen Lesezeichen - eine Handelsblatt-Meldung: "Der deutsch-iranische Handel wird 2006 einen kräftigen Dämpfer erleiden. Dafür sind die wiederholten Attacken des neuen iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad gegen Israel mitverantwortlich." Von denen sich die deutsche Wirtschaft unbeeindruckt zeigt(e), denn sie fürchtet nur dies: "Uno-Sanktionen gegen Iran könnten deutsche Firmen empfindlich treffen". Und verantwortlich wäre einmal mehr: Der Jude.

Bestätigt sich die Reuters-Meldung, wäre es wohl endlich an der Zeit, den Iran auch von Deutschland aus diplomatisch-ökonomisch wirksam in die Schranken zu weisen. Darauf sollte Israel indes nicht hoffen. Hans-Ulrich Jörges berichtet im aktuellen StürmerStern wieso: "[D]ie USA sind überfordert, politisch wie militärisch. In der arabischen Welt gelten sie spätestens seit dem Irak-Feldzug nicht mehr als ehrlicher Makler." Ganz anders dagegen Deutschland und Frankreich.

Die sind ehrlich für den Islamfaschismus. "Beide waren und sind nicht am Irak-Krieg beteiligt, beide sind glaubwürdig und respektiert in der arabischen Welt [..]." Weil sie es sind, die keine Moral haben, die Menschenrechte des Umsatzes wegen noch eher über Bord werfen als der fiese Ami-Kapitalist, den sie nur als "Heuschrecke" kennen, auch im StürmStern.

Appeasement ist, verkleidet als Kritischer MonologDialog, einfach zu attraktivprofitabel, um einmal wirklich Stellung zu beziehen für die Zivilisation gegen die islamfaschistische Barbarei. Und je höher der Ölpreis steigt, desto mehr können die Mullahs ihren ehrlichen Freunden auch bezahlen.

Die freilich staunten und jammerten sicher nicht schlecht, verurteilte eine funktionierende UNO den Iran, dessen Hisbollah den gegenwärtigen Krieg auslöste, zur Übernahme aller Wiederaufbaukosten. Daß sie noch immer mit Teheran Geschäfte machen, desavouiert sie und die Vereinten Nationen.

Postwurfsendung

Ich brauche eine USV.

Wednesday, August 09, 2006

Mr. Undead

... und wieder einmal ein Fall einer seltsamen Wiederauferstehung. Da herrschte im Paradies wohl gerade Mangel an Jungfrauen.

Tuesday, August 08, 2006

Sätze für die Ewigkeit II

"If a hijacked airliner knocked down the Eiffel Tower, France would find a way to blame the United States and Israel."
(Jed Babbin: Inside the Asylum, Washington 2004, p. 135)

Das ZDF reagiert

Einer vom ZDF spricht:
"Klaus-Peter Siegloch, stellvertretender ZDF-Chefredakteur, erklärte: 'Zu Untersuchungen von Media Tenor nimmt das ZDF grundsätzlich keine Stellung, weil deren Ergebnisse in der Vergangenheit einer Überprüfung nicht standgehalten haben. Deren Methoden sind unseriös. Die Mehrzahl der Zuschauer, die unsere Nahost-Berichterstattung kritisieren, wirft uns eine Parteinahme zugunsten Israels vor.'"
Schauen wir mal, was heute heute startseitet:

Staatsschauspieler & Laiendarsteller

"Bei einem israelischen Luftangriff auf das südlibanesische Dorf Hula sind nach Angaben des libanesischen Ministerpräsidenten Fuad Siniora mehr als 40 Menschen getötet worden. Siniora sprach bei einem Treffen arabischer Außenminister in Beirut von einem 'Massaker' der israelischen Armee und forderte in einem leidenschaftlichen Appell ein Ende der Gewalt." Unter zurückgehaltenen Tränen, wie das Naziblatt Junge Welt kolportierte.

Weshalb der arme Mann beinahe auslief, gestand er selbst: "Der libanesische Ministerpräsident Fuad Siniora hat seine Erklärung zurückgezogen, dass bei einem israelischen Luftangriff auf das südlibanesische Dorf Hula bis zu 40 Menschen getötet worden seien." Seine austro-arischen Freunde wollen es nicht glauben und verraten, worum es Leichenfledderern wie ihnen geht: "Die Zahl der Todesopfer blieb bis Redaktionsschluß unklar."

Macht aber nichts, lieber Werner Pirker, der Du trotzdem weißt: "Israel hat am Montag seinen zahlreichen Kriegsverbrechen im Libanon ein weiteres hinzugefügt." Du bist auf dem richtigen Weg, mußt jedoch noch üben. Überzeugender waren nämlich die bekennenden Nazis, die keine Parteien mehr kennen, sondern nur noch das Vaterland und seine Sozialdemokratie, schon vor ein paar Tagen.

"Solidarität mit dem Libanon und Heidemarie Wieczorek-Zeul!" forderten sie und erheiterten mit einer gar erschröcklichen Idee: "Wenn Frau Wieczorek-Zeul wegen ihrer Äußerungen entlassen würde, dann würde dies nicht nur den Frieden in Nahost, sondern auch den inneren Frieden in Deutschland gefährden". In dieser Reihenfolge. Und: Die NPD wird nie mehr Wahlkampf gegen die SPD machen. Da wächst endlich etwas zusammen ...

Monday, August 07, 2006

Juden! Habt Ihr denn in Auschwitz nichts gelernt?!?

Eurer Erzieher Nachwuchs dichtet:
"Wo ist Eure Stimme?

Das könnt Ihr nicht wollen, was in Israel, Eurer geistigen und religiösen Heimat, und was im Nahen Osten z.Zt. geschieht.

Ihr seid gebrandmarkt durch die schlimmen Erfahrungen Eurer Väter und Mütter mit dem Holocaust.

Ihr seid gebrandmarkt durch unendliches Leid, das Eurem Volk in seiner Geschichte widerfahren ist.

Ihr seid gebrandmarkt durch infame Hetzkampagnen, denen Ihr Euch bis heute ausgeliefert seht.

Ihr seid zu Recht empört, wenn Eure Synagogen beschmutzt werden.

Immer wieder höre ich Eure Stimme, Euren Aufschrei, Euren Hilferuf.

Warum höre ich ihn jetzt nicht?

Höre ich nichts, weil auch Ihr sprachlos seid?
Höre ich nichts, weil Ihr Euch nicht betroffen fühlt?
Höre ich nichts, weil Ihr das Geschehen dort so akzeptiert?
Höre ich nichts, weil Ihr Euch nicht einmischen wollt?

Warum höre ich nichts von Euch?

Ihr wisst, dass 'Auge um Auge, Zahn um Zahn' kein Privileg ist für das, was im Augenblick und was schon lange im Nahen Osten geschieht.
Ihr wisst und habt es oft gezeigt, dass Euer Volk fähig ist zur Versöhnung.
Ihr werdet keine Logik der blanken Wiedervergeltung wollen, an deren Ende nur Tod, nicht Friede steht.

Wann erhebt Ihr Eure Stimme?
Wann höre ich Euch?"

Vorbilder

Alle Welt redet über ein Verbot von Glimmstengeln im öffentlichen Raum - und was macht jetzt.de, die Nachwuchsaustobabteilung der Süddeutschen Zeitung? Sie zeigt den korrupt als zwar durchaus vorbildlichen und unterstützenswerten Don Quichotte - doch mit lebenserwartungsverkürzendem Rauschmittel in der rechten Hand! Will er vielleicht gar nicht mehr erleben, daß "die Labels ihre Fans als Kunden begreifen und nicht länger als Verbrecher"?

Becksteins Toleranz

Täglich schießt die Hisbollah Raketen ab, um ihr Ziel, die Auslöschung Israels, zu verwirklichen. "Für mich ist klar, daß Hisbollah eine terroristische Organisation ist", erklärte Günther Beckstein, Innenminister in Bayern, nun nicht ganz unzutreffend.

Unternehmen wolle er aber nichts gegen sie, wie AFP mitteilt: "Gleichzeitig sagte Beckstein aber, dass die Hisbollah zumindest in Bayern über keinerlei Strukturen verfüge und aktuell keine Gefahr von ihr ausgehe." Die Überschrift der Meldung: "Beckstein droht mit Betätigungsverbot für Hisbollah in Deutschland".

So ähnlich verhielt sich Israel, als es darauf vertraute, daß die "Weltgemeinschaft" und die libanesische Regierung die UN-Resolution 1559 vom 2. September 2004 umsetzen würden. Wohin solcherlei Appeasement führt, war am Wochenende in London zu besichtigen. Israel muß es ausbaden.

Sunday, August 06, 2006

Photoshopping Beirut

Thursday, August 03, 2006

Die Lüge lebt ... weiter und weiter und weiter

Wem der Titel des aktuellen StürmerStern noch nicht den Magen umdrehte, der schlage Seite 43 auf, um zu erfahren, wie der "neue Krieg begann" und wer dafür verantwortlich sei: "Ende März 2006: Bei den Parlamentswahlen in Israel wird die Kadima-Partei stärkste Fraktion, Ehud Olmert wird mit der Regierungsbildung beauftragt. [..]
9. Juni 2006: Bei den schwersten Angriffen Israels seit dem Abzug aus Gaza sterben 18 Palästinenser. Frauen und Kinder werden getötet, als ein israelisches Marineboot das Feuer auf den Strand von Gaza-Stadt eröffnet. Bilder eines schreienden Mädchens am Strand zwischen den Leichen seiner Familie schockieren die Öffentlichkeit. Radikale Hamas-Anhänger kündigen die seit 16 Monaten weitgehend eingehaltene Waffenruhe auf und feuern wieder Kassam-Raketen auf Israel ab. Die israelische Armee fliegt weitere Luftangriffe gegen militante Palästinenser im Gazastreifen."
(Stern 32/2006, S. 43)

Wednesday, August 02, 2006

Just another Bodycount

"A preliminary Human Rights Watch investigation into the July 30 Israeli air strike in Qana found that 28 people are confirmed dead thus far, among them 16 children, Human Rights Watch said today. [..] The initial estimate of 54 persons killed was based on a register of 63 persons who had sought shelter in the basement of the building that was struck, and rescue teams having located nine survivors. It now appears that at least 22 people escaped the basement, and 28 are confirmed dead, according to records from the Lebanese Red Cross and the government hospital in Tyre. [..] Thirteen people remain missing".
(Human Rights Watch)

Eines Hisbollah-Propagandisten Ratschläge

"Hier im Libanon", chattet Patrick Leclercq, "findet keinerlei Zensur statt". Schlimmstenfalls gibt es "Auflagen", "z.B. wenn wir Einrichtungen der Hisbollah filmen wollen oder wenn wir uns in einem Gebiet bewegen wollen, das von der Hisbollah kontrolliert wird". Beirut, erklärt der ARD-Reporter, sei "traditionell eine Weltstadt wie London oder Paris. Es ist für Europäer und selbst für Amerikaner völlig unproblematisch, sich in Beirut zu bewegen oder zu leben."

Wo es indes weniger "traditionell" zugeht, etwa "in den südlichen Vororten, die überwiegend schiitisch sind und die auch von der Hisbollah kontrolliert werden", ist es "nicht ratsam für Ausländer, sich allein dort zu bewegen. Das war aber auch schon lange vor dem Krieg so." Sozusagen wohl eine Moderne, für die die Hisbollah verantwortlich ist, die aber doch recht liebenswert ist, schließlich "fing sie als Hilfsorganisation an" und kenne er "selber Mitglieder der Hisbollah, die im Privatleben völlig normalen Berufen nachgehen".

Und weil die so nett sind und so liebenswürdig - und nur "in einer solchen Situation dann auch zur Waffe greifen" -, empfiehlt Patrick Leclercq, ihnen unter die Arme zu greifen. "Es sollte möglichst viel Information über das Leid der Menschen verbreitet werden, besonders über die Situation der Kinder und der alten Menschen" - im Libanon, vergißt er anzumerken -, "dann entsteht möglicherweise ein humaner Druck, der die politisch Handelnden zum Überlegen bringt." "Humaner Druck", das klingt gut, die Hisbollah wird er aber wohl nicht meinen.

Dieses "möglichst viel Information über das Leid der Menschen" jedenfalls, das er verbreitet sehen will, entsteht, das räumt er ein, unter "Auflagen" oder wird gleich von der Hisbollah geliefert, denn "die ist absolut professionell." Ihr Sender Al-Manar ist sein Lieblingskanal und läuft "ständig", "weil bis ins kleinste Detail über den letzten Stand der Kämpfe informiert wird." "Unzensiert", nur mit ein paar kleinen "Auflagen": "Natürlich sollte man davon ausgehen, dass viele Informationen so nicht unbedingt stimmen."

Aber "verbreitet" werden "sollte" doch "möglichst viel Information", damit "möglicherweise ein humaner Druck, der die politisch Handelnden zum Überlegen bringt", entsteht, meint der Patrick Leclercq. Er sagt auch: "Israel hat nach meiner Meinung völlig überreagiert. Man hätte sicher auch auf den Verhandlungsweg zu einer Lösung kommen können." Womöglich noch am Verhandlungsort Süd-Beirut, wo es nach wie vor "nicht ratsam für Ausländer [ist], sich allein dort zu bewegen". Wahrscheinlich, weil die Hisbollah so gern verhandelt, besonders mit Vertretern jenes Staates, den sie nur in Anführungszeichen kennt.