Al Jazeera wundert sich
AI has not issued a report accusing Hezbollah of war crimes."
(AI: Israel committed war crimes)
"Auch bei news4kids wird natürlich über aktuelle Ereignisse unvoreingenommen berichtet. Leider können wir aufgrund unserer beschränkten Ressourcen aber nicht über jede Entwicklung im Nahen Osten berichten."Und mit der libanesischen Armee hat er schon gar kein Problem, deren Rolle beschrieb die Süddeutsche Zeitung schon am 18. August: "Die Entwaffnung der Hisbollah ist Aufgabe der libanesischen Armee, doch die wird sich der Miliz nicht entgegenstellen". Das machten unterdessen vor Wochenfrist die IDF. Kofi Annan gab sich erwartungsgemäß "tief betroffen" und verurteilte Israel."Vor dem Besuch von UN-Generalsekretär Kofi Annan in Beirut hat Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah den Vereinten Nationen zugesichert, keinen Widerstand gegen die Stationierung der erweiterten Friedenstruppe UNIFIL zu leisten. Bedingung sei allerdings, dass die UN-Soldaten auf eine Entwaffnung der Hisbollah-Milizionäre verzichten, sagte Nasrallah am Sonntagabend in einem Interview mit dem libanesischen Fernsehen. 'Wir haben kein Problem mit der UNIFIL, solange ihre Mission nicht die Entwaffnung der Hisbollah ist.'"
Eine von ihnen hat es der taz so angetan wie dem Stern, der "Green Helmet" als Blogger-"Propaganda-Opfer" zum Helden aufbaut. "Er ist kein Mitglied der Hisbollah. Normalerweise hilft er bei Waldbränden, Verkehrsunfällen oder Naturkatastrophen", berichtet das Wochenblatt, um Salam Daher zu zitieren:"Ich habe mehr als zehn Kinder aus den Trümmern gezogen, bin am Ende ja fast selbst zusammengebrochen. Überall waren Fotografen, man konnte kaum richtig arbeiten. Einmal habe ich ein Kind hochgehalten, damit alle ein Bild machen konnten - aber doch nur, damit ich danach Ruhe hatte, um weiter nach Überlebenden zu suchen!"Am Mittwoch, einen Tag vor dem Erscheinen des Stern, zeigte der NDR "Green Helmet" bei seiner Arbeit. Zweifellos "fast zusammengebrochen" gibt der "Rettungshelfer" den Regisseur und Hauptdarsteller in Personalunion. Makaber? Geschmacklos? "Keiner der anwesenden Journalisten oder Fotografen hatte den Eindruck, Teil eines Hisbollah-Schauspiels zu sein", behauptet der Stern. Aber für den waren ja auch des Führers Tagebücher echt.
"Klaus-Peter Siegloch, stellvertretender ZDF-Chefredakteur, erklärte: 'Zu Untersuchungen von Media Tenor nimmt das ZDF grundsätzlich keine Stellung, weil deren Ergebnisse in der Vergangenheit einer Überprüfung nicht standgehalten haben. Deren Methoden sind unseriös. Die Mehrzahl der Zuschauer, die unsere Nahost-Berichterstattung kritisieren, wirft uns eine Parteinahme zugunsten Israels vor.'"Schauen wir mal, was heute heute startseitet:
"Wo ist Eure Stimme?
Das könnt Ihr nicht wollen, was in Israel, Eurer geistigen und religiösen Heimat, und was im Nahen Osten z.Zt. geschieht.
Ihr seid gebrandmarkt durch die schlimmen Erfahrungen Eurer Väter und Mütter mit dem Holocaust.
Ihr seid gebrandmarkt durch unendliches Leid, das Eurem Volk in seiner Geschichte widerfahren ist.
Ihr seid gebrandmarkt durch infame Hetzkampagnen, denen Ihr Euch bis heute ausgeliefert seht.
Ihr seid zu Recht empört, wenn Eure Synagogen beschmutzt werden.
Immer wieder höre ich Eure Stimme, Euren Aufschrei, Euren Hilferuf.
Warum höre ich ihn jetzt nicht?
Höre ich nichts, weil auch Ihr sprachlos seid?
Höre ich nichts, weil Ihr Euch nicht betroffen fühlt?
Höre ich nichts, weil Ihr das Geschehen dort so akzeptiert?
Höre ich nichts, weil Ihr Euch nicht einmischen wollt?
Warum höre ich nichts von Euch?
Ihr wisst, dass 'Auge um Auge, Zahn um Zahn' kein Privileg ist für das, was im Augenblick und was schon lange im Nahen Osten geschieht.
Ihr wisst und habt es oft gezeigt, dass Euer Volk fähig ist zur Versöhnung.
Ihr werdet keine Logik der blanken Wiedervergeltung wollen, an deren Ende nur Tod, nicht Friede steht.
Wann erhebt Ihr Eure Stimme?
Wann höre ich Euch?"
Täglich schießt die Hisbollah Raketen ab, um ihr Ziel, die Auslöschung Israels, zu verwirklichen. "Für mich ist klar, daß Hisbollah eine terroristische Organisation ist", erklärte Günther Beckstein, Innenminister in Bayern, nun nicht ganz unzutreffend.
Unternehmen wolle er aber nichts gegen sie, wie AFP mitteilt: "Gleichzeitig sagte Beckstein aber, dass die Hisbollah zumindest in Bayern über keinerlei Strukturen verfüge und aktuell keine Gefahr von ihr ausgehe." Die Überschrift der Meldung: "Beckstein droht mit Betätigungsverbot für Hisbollah in Deutschland".
Wem der Titel des aktuellen
"Hier im Libanon", chattet Patrick Leclercq, "findet keinerlei Zensur statt". Schlimmstenfalls gibt es "Auflagen", "z.B. wenn wir Einrichtungen der Hisbollah filmen wollen oder wenn wir uns in einem Gebiet bewegen wollen, das von der Hisbollah kontrolliert wird". Beirut, erklärt der ARD-Reporter, sei "traditionell eine Weltstadt wie London oder Paris. Es ist für Europäer und selbst für Amerikaner völlig unproblematisch, sich in Beirut zu bewegen oder zu leben."