Der Jude ist doch selber schuld
Der Aufmacher der taz vom 21. Juli: "Israel bombt 700.000 in die Flucht". Wer freilich meinte, damit hätte das Blatt genug zur Befriedigung seines antisemitischen Ressentiments getan, der irrt. "In ganz Europa erschienen gestern Solidaritätsanzeigen jüdischer Verbände", geht der Sermon nach einer Seite mit Bildern der flüchtenden "Opfer" nämlich weiter. "Sie bedauern die 'Opfer der Eskalation', ergreifen aber" - wie können sie nur! - "Partei für das Vorgehen der Regierung in Jerusalem", obgleich doch nun nur noch hilft, was die taz empfiehlt: "Ein Waffenstillstand muss her". Sonst, ja sonst, kann die taz für nichts mehr garantieren. "Sie treibt auch die Sorge, dass die Angriffe im Libanon den Antisemitismus in Europa befördern können", berichtet die deutsche Tageszeitung über die "jüdischen Verbände". Die taz kennt eben sich und ihr Publikum genau, das sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen wird. Denn schließlich weiß es ja: "Israel bombt 700.000 in die Flucht", darunter sogar Deutsche. Ist es da ein Wunder, daß es Antisemitismus (wahrlich nicht nur) in Deutschland gibt?

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